Bundesliga: FC Bayern Herbstmeister & BVB schwächelt - Fazit zur Winterpause


In der Allianz Arena verabschiedete sich der FC Bayern mit einem 3:0 gegen Leipzig in die Winterpause

Bildquelle: von Bene16 (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Nach 16 Spieltagen geht die Bundesliga in die Winterpause, doch vorab sicherte sich der FC Bayern München mit einer wahren Machtdemonstration gegen Emporkömmling und ärgsten Titelkonkurrenten RB Leipzig die Herbstmeisterschaft. Während man beim BVB mit der Hinserie alles andere als zufrieden sein kann, spielten vor allem Eintracht Frankfurt, Hertha BSC, TSG Hoffenheim und der 1. FC Köln stark auf. Das kann von Leverkusen, Schalke, Wolfsburg und Gladbach nicht behauptet werden, wie unser Roundup der Hinrunde zeigt.

Mit einem dicken fetten Ausrufezeichen des FC Bayern München (39 Punkte) hat die Hinrunde der Bundesliga ihr Ende gefunden, wenngleich noch der 17. Spieltag aussteht, der aber erst nach der Winterpause ausgetragen wird.

Leipzig & Hertha als 'Bayern-Jäger'

Mit einer überragenden Leistung – allen voran in den ersten 45 Minuten – verpasste der Rekordmeister RB Leipzig, die bis dato als Aufsteiger eine fulminante Saison spielten, eine Lehrstunde. Mit 3:0 wurden die Sachsen nach Hause geschickt und die Herbstmeisterschaft gesichert.

Doch während es nicht sonderlich überraschend kommt, dass der FC Bayern auf Platz 1 überwintert, muss man sich beim Blick auf die Teams, die die Plätze zwei bis fünf belegen, doch schon gewaltig die Augen reiben. Kein Dortmund, Schalke, Gladbach, Leverkusen oder Wolfsburg, die allesamt ihren eigenen Ansprüchen mitunter deutlich hinterherhinken. Dafür grüßt RB Leipzig (36) trotz der jüngsten Pleite beim FC Bayern vom 2. Platz und hat weiterhin mit sechs Zählern einen komfortablen Vorsprung auf den Dritten Hertha BSC (30). Diese spielten ebenfalls eine hervorragende Hinrunde und punkteten so gut wie noch nie. Allen voran im Olympiastadion mauserten sich die Hauptstädter zu einer wahren Macht – sieben von acht Heimspielen gewonnen (1 Niederlage)!

Eintracht & Hoffenheim stark – BVB enttäuscht

Dahinter liegt mit Eintracht Frankfurt (29) der Fast-Absteiger der Vorsaison auf Europapokalkurs. Doch die Liste der Überraschungsteam wird mit der fünftplatzierten TSG Hoffenheim (28) nahtlos fortgesetzt. Diese sind übrigens das noch einzig ungeschlagene Team der Bundesliga, lediglich die Vielzahl an Unentschieden verhindert eine noch bessere Platzierung. Mit gleich zehn Punkteteilungen sind die Kraichgauer der Remiskönig schlechthin. Borussia Dortmund (27) gehört hingegen zu den Teams, die mit dem bisherigen Saisonverlauf in der Meisterschaft alles andere als zufrieden sind. Üppige zwölf Zähler Rückstand auf Titelträger Bayern München sind schon eine ordentliche Ansage. Allen voran in den letzten Wochen vor der Winterpause ließ der BVB haufenweise Punkte liegen, holte man doch aus den vergangenen fünf Partien nur sechs von 15 möglichen Zählern (1 Sieg, 3 Unentschieden, 1 Niederlage). Zum Abschluss gab es vor heimischer Kulisse nur ein 1:1 gegen den FC Augsburg.

Leverkusen & Schalke im Niemandsland

Mit dem 1. FC Köln und Aufsteiger SC Freiburg befinden sich hingegen wieder zwei Überraschungsteam auf den Plätzen sieben und acht, während Bayer Leverkusen mal wieder eine schwache Hinrunde abspulte. Nur 21 Punkte und schon jetzt acht Zähler Rückstand auf einen CL-Platz vermiesen das Weihnachtsfest der Werkself, die Neunter sind. Auch beim FC Schalke herrscht Katerstimmung. Nach einem zwischenzeitlichen Höhenflug mit zwölf Pflichtspielen ohne Pleite in Serie lief zum Jahresende nichts mehr bei den Knappen. In der Bundesliga wurde keines der letzten vier Spiele gewonnen, dafür hagelte es drei Pleiten. Nur Platz elf für Schalke!

Wolfsburg & Gladbach: Abstiegskampf statt Europa

Noch schlechter lief es beim 13. VfL Wolfsburg und 14. Borussia Mönchengladbach (beide 16) die eine Hinrunde zum Vergessen spielten und sogar mit Abstiegssorgen in die Winterpause gehen. Dabei wurde der Einzug in den Europapokal als Saisonziel ausgegeben! Mit Werder Bremen (16) und dem HSV (18) stecken mal wieder zwei Altbekannte im Abstiegssumpf fest, doch beide Nordlichter zeigten zuletzt eine aufsteigende Tendenz. Gleiches gilt auch für den Vorletzten FC Ingolstadt (12), der aber nach zwei Siegen jüngst gegen den SC Freiburg eine Heimpleite verdauen musste. Für die Schanzer wird es schwer, die Klasse zu halten.

Bei Darmstadt 98 gehen derweil langsam die Lichter aus, sind doch die Hessen mit acht Punkten abgeschlagen Letzter. Die Lilien befinden sich angesichts einer laufenden Pleitenserie von acht Spielen im freien Fall und blieben zuletzt viermal ohne eigenen Treffer. Darmstadt kann mit der Planung für die 2. Liga beginnen!