Bundesliga: Tristess an der Spitze - Nürnberg ohne Sieg


Trio kämpft um Tabellenspitze - Nürnberg gegen den Abstieg

Nach zwölf Spieltagen in der Bundesliga fürchten nicht wenige Fans, dass an der Tabellenspitze schon wieder Langeweile aufkommen könnte. Durch die jüngste Niederlage von Borussia Dortmund beim VfL Wolfsburg kommt dem 13. Spieltag schon enorme Bedeutung zu. Denn nach der Länderspielpause erwartet der BVB den bereits vier Punkte enteilten FC Bayern München, der mit einem Sieg im Signal-Iduna-Park die Borussia mehr oder weniger abgehängt hätte.

Zwar könnte Bayer Leverkusen, aktuell mit Dortmund punktgleich, den Bayern dann noch halbwegs auf den Fersen bleiben, doch trotz bislang guter Saison trauen die wenigsten der Werkself zu, tatsächlich in den Titelkampf eingreifen zu können.

Hinter dem Spitzentrio klafft nach zwölf Partien schon eine Lücke von sechs Punkten zu Borussia Mönchengladbach. Gladbach ist genau wie der zuletzt viermal in Folge siegreiche VfL Wolfsburg und der FC Schalke 04 ein heißer Kandidat auf den vierten Platz, der noch zur Teilnahme an den Play-offs zur Champions League reichen würde.

Generell schielt aber mehr als die Hälfte der Liga auf das internationale Geschäft, das wohl bis zum letzten Spieltag umkämpft bleiben wird. Neben den sechs Mannschaften, die momentan die internationalen Plätze belegen, sind vom Potenzial her auch der VfB Stuttgart, der Hamburger SV oder Hannover 96 bei den Kandidaten zumindest für die Europa League zu nennen. Und nach überraschend gutem Start muss in diesem Zusammenhang auch Aufsteiger Hertha BSC als aktueller Siebter genannt werden.

Eintracht Braunschweig kommt in Fahrt - Nürnberg sieglos

Ab Rang sieben abwärts müssen allerdings auch alle Mannschaften den Blick nach unten richten, denn zwischen der Hertha und den Abstiegsplätzen liegen lediglich zehn Punkte, die noch nicht als Ruhekissen gesehen werden sollten. Direkt absteigen würde nach aktuellem Stand der 1. FC Nürnberg, der als Tabellenschlusslicht noch immer sieglos ist und auch unter dem neuen Trainer Gertjan Verbeek die Wende noch nicht geschafft hat, sowie Aufsteiger Eintracht Braunschweig, der in der Bundesliga immer besser zurechtkommt und mit vier Punkten aus den letzten beiden Spielen zumindest die rote Laterne abgeben konnte.

Den Relegationsplatz belegt nach zwölf Spieltagen der SC Freiburg, der nach dem Verlust von fünf Stammspielern und der ungewohnten Doppelbelastung mit der Europa League die erwarteten Probleme hat.

Ebenfalls Schwierigkeiten nach dem unerwarteten sechsten Platz im Vorjahr hat Eintracht Frankfurt. Die Hessen belegen Rang 15 und müssen aufpassen, nicht langfristig in den Abstiegskampf verwickelt zu werden. Gleiches gilt auch für den 1. FSV Mainz 05 und den FC Augsburg, wohingegen der SV Werder Bremen und die TSG 1899 Hoffenheim nach der vergangenen Zittersaison noch nicht recht wissen, wohin ihr Weg führt.