3. Liga: MSV Duisburg & 1. FC Magdeburg auf Aufstiegskurs - Roundup zur Hinrunde


Blick in die MDCC-Arena: Heimstätte des 1. FC Magdeburg

Bildquelle: von Goodway (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die 3. Liga hat sich in die Winterpause verabschiedet. Eine gute Gelegenheit für ein Zwischenfazit und Roundup zur Hinrunde. Dabei verdeutlicht schon ein kurzer Blick auf die Tabelle, dass es mal wieder äußerst spannend zugeht und die Grenzen im Rennen um die Aufstiegsplätze bis runter zum Abstiegskampf fließend sind. Auffallend ist, dass die Kleinen ordentlich aufmucken.

Der MSV Duisburg hat seine Rolle als einer der großen Aufstiegsfavoriten in der Hinrunde unter Beweis gestellt. Mit 35 Punkten und zwei Zählern Vorsprung sicherten sich die Zebras die Herbstmeisterschaft, wobei der Absteiger am letzten Spieltag bei Kellerkind FSV Zwickau strauchelte. Durch das 1:1-Unentschieden verpasste es der Absteiger, das Polster auf die Konkurrenz zu vergrößern.

 

Der Patzer der Duisburger wird den 1. FC Magdeburg freuen, denn diese konnten sich durch den 3:1-Erfolg bei Sportfreunde Lotte näher an den Spitzenreiter heranpirschen und haben mit 33 Punkten zwei Zähler weniger. Doch der 1. FCM muss den Blick auch nach hinten richten, denn mit dem VfL Osnabrück (32), Hallescher FC (30) und Chemnitzer FC (29) befinden sich gleich drei Teams in direkter Schlagdistanz. Doch die Osnabrücker verabschiedeten sich mit einer 1:3-Pleite beim SC Paderborn in die Pause, während es für Halle vor heimischer Kulisse nur zu einem torlosen Remis gegen Kellerkind Preußen Münster reichte. Damit konnte der HFC aber die Hinrunde als einziges Team der 3. Liga ohne Heimpleite überstehen.

Holstein Kiel läutet breites Mittelfeld ein

Mit Holstein Kiel beginnt ein breites Mittelfeld, wobei genau wie Kiel noch vier weitere Teams mit 28 Punkten auf dem Konto in den Winterschlaf gehen. Dazu gehört die SG Sonnenhof Großaspach, der VfR Aalen, Aufsteiger Sportfreunde Lotte sowie Fortuna Köln. Das keiner dieser eher kleinen Teams im unteren Tabellendrittel zu finden ist, ist durchaus überraschend, wobei die genannten Klubs ein derzeit beruhigenden Vorsprung von acht Punkten auf die Abstiegszone haben.

Als Bindeglied zwischen Tabellen-Mittelfeld und Abstiegssumpf fungiert der SC Paderborn auf Rang 14. Dahinter wird es dann langsam richtig ungemütlich. Knapp über dem Strich befinden sich noch Rot-Weiß Erfurt (22), Preußen Münster (21) und die Zweite vom SV Werder Bremen (21), die aber auch nächstes Jahr noch heftig um den Klassenerhalt zittern müssen.

Auf dem ersten Abstiegsplatz liegt der SV Wehen Wiesbaden, die innerhalb weniger Jahren vom Aufstiegsaspiranten zum Kellerkind geworden sind. Und die Zeichen stehen ungünstig, wartet der SVWW doch mittlerweile seit neun Spielen auf einen Dreier. Angesichts dieser Durstrecke hätte für die Hessen die Winterpause der 3. Liga auch viel früher kommen können. Aber mit 20 Punkten ist das rettende Ufer immerhin noch in Sichtweite.

Zittern in Zwickau – Mainz 05 II abgeschlagen

Da sieht es für den Aufsteiger FSV Zwickau (17) schlechter aus, die aber dank des Unentschieden am letzten Spieltag gegen den MSV Duisburg noch einmal etwas Selbstvertrauen tanken könnten. Die Sachsen werden aber bis zum Schluss um den Verbleib in der 3. Liga kämpfen müssen. Das gilt natürlich auch für das Schlusslicht 1. FSV Mainz 05 II, die mit nur 14 Punkten abgeschlagen auf den letzten Platz liegen. Die Rheinhessen müssen in der Pause zwingend an ihren Offensivqualitäten arbeiten, stellt man doch mit 14 Toren nach 19 Spielen die harmloseste Angriffsreihe und traf in den letzten sechs Partien nur einmal ins Schwarze.