Chemnitzer FC mit aller Macht in die 2. Bundesliga


Chemnitzer FC möchte um Aufstieg in die 2. Liga mitspielen

Mit 55 Punkten schloss der Chemnitzer FC die vergangene Saison als Tabellensechster hinter dem Spitzenquintett der 3. Liga ab, wobei die Himmelblauen schon einen beträchtlichen Rückstand von 17 Punkten auf den fünftplatzierten 1. FC Heidenheim aufwiesen. Nichtsdestotrotz rechnen viele Beobachter damit, dass Chemnitz in der kommenden Saison bei der Vergabe der beiden Aufstiegsplätze ein gewichtiges Wörtchen mitsprechen wird.

Und die bisherigen Aktivitäten des CFC auf dem Transfermarkt lassen auch darauf schließen, dass der Traditionsklub 13 Jahre nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga am Ende der Saison 2000/01 wieder zurück nach oben will. Passend zum rund 25 Millionen Euro teuren Neubau des Stadions an der Gellertstraße, mit dem sich der Verein auch in Sachen Infrastruktur professioneller aufstellen wird, strebt man in Chemnitz mit einigen hochkarätigen Neuzugängen wieder in der 2. Liga.

Während die Abgänge von Verteidiger Marcel Baude (Hallescher FC) und Angreifer David Jansen (Rot-Weiß Oberhausen) kaum ins Gewicht fallen und auch der Verlust von Kapitän Carsten Sträßer allein aus sportlichen Gesichtspunkten zu verkraften scheint, bedeuten die bisherigen Verpflichtungen zweifelsohne einen enormen Zuwachs an individueller Qualität. So kommt vom FC Erzgebirge Aue ein Mittelfeldspieler, der sich auch schon in der 2. Bundesliga bewiesen hat und der wohl vor der Abwehr für zusätzliche Stabilität sorgen soll. Die gleiche Aufgabe erfüllen soll der von Wacker Burghausen losgeeiste Josef Cinar, der künftig eine weitere hochkarätige Alternative für die Innenverteidigung darstellt. Der von der SpVgg Unterhaching gekommene Torwart Stefan Riederer soll derweil den Konkurrenzkampf zwischen den Pfosten anheizen und dem in der Vergangenheit nicht immer sicheren Philipp Pentke Druck machen.

Garbuschewski kehrt zurück

Königstransfer ist aber sicherlich die Verpflichtung von Ronny Garbuschewski, der nach einem enttäuschenden Jahr mit nur sieben Einsätzen in der Bundesliga und einigen Verletzungsproblemen für geschätzte 50.000 Euro zurückkehrt. In der Saison zuvor war Garbuschewski mit acht Toren und vor allem 18 Vorlagen noch einer der herausragenden Akteure der dritten Liga und in Chemnitz ist man zuversichtlich, dass der 27 Jahre alte Standardspezialist auch künftig gleich wieder eine dominierende Rolle einnehmen kann.

Weil außerdem mit Anton Fink und Benjamin Förster auch noch zwei hochkarätige Angreifer, die vergangene Spielzeit gemeinsam 32 Tore erzielten, zur Verfügung stehen, ist Trainer Gerd Schädlich mit seinem Team einiges zuzutrauen. Der erfahrene Fußballlehrer selbst weiß jedenfalls, wie der Aufstieg in die 2. Bundesliga gelingen kann, führte Schädlich doch bereits den FSV Zwickau und Erzgebirge Aue nach oben.