2. Liga: Vorschau auf Rückrunde – Prognose zum Aufstieg und Abstieg


Kann für die Bundesliga planen: RB Leipzig-Trainer Ralf Rangnick

Endlich erwacht die 2. Liga aus ihrem Winterschlaf und zwei Wochen nach der Bundesliga rollt auch im Unterhaus wieder der Ball. Wir dürfen uns auf ein spannendes Aufstiegsrennen und packenden Abstiegskampf freuen. Doch welche Teams werden am Ende jubeln? Wer muss runter? Wir bringen sie auf den aktuellen Stand der Dinge und wagen eine Prognose.

Bei Spitzenreiter RB Leipzig wird man mit den Planungen für die Bundesliga schon begonnen haben. Die Sachsen führen das Klassement souverän mit acht Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz an, elf Zähler Vorsprung sind es auf Rang vier. Zum Vergleich: Letzte Saison lag RB Leipzig nach der Hinrunde nur auf dem 7. Platz.

Die „Bullen“ haben die letzten fünf Ligaspiele gewonnen und auch in der Vorbereitung zeigte sich das Team von Trainer Ralf Rangnick in guter Form und gewann alle fünf Testspiele. RB Leipzig wird sich den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen und den direkten Aufstieg eintüten. Damit wird erstmals seit der Saison 2008/09 ein Verein aus den neuen Bundesländern wieder in der höchsten deutschen Spielklasse spielen.

Hinter RB Leipzig streiten sich eine ganze Reihe Traditionsklubs um den zweiten Aufstiegsplatz. Die besten Karten hat der SC Freiburg (38) auf Platz 2. Der Vorsprung auf den Dritten 1. FC Nürnberg (33) beträgt fünf Punkte, bis zum Vierten St. Pauli (30) sind es sogar acht Zähler. Doch in der Vorbereitung gab es in der Offensive einige Probleme und in vier Testspielen erzielte der Sport-Club lediglich drei Tore. Vor allem das Fehlen von Toptorjäger Nils Petersen (Außenbandanriss), der auch den Rückrunden-Auftakt verpassen wird, machte sich bemerkbar.

Freiburg wird um den 2. Platz zittern müssen, da allen voran der 1. FC Nürnberg von hinten drückt. Die Franken sind in der Liga seit neun Spielen ungeschlagen und gewannen die letzten fünf Spiele in Folge. Auch in der Vorbereitung lief es für den Club rund und aus vier Tests gab es vier Siege. Doch mit Alessandro Schöpf - wechselte für 6 Millionen Euro zum FC Schalke 04 - hat Nürnberg einen ganz wichtigen Spieler verloren.

Fazit: Freiburg ist stärker als Nürnberg und wird den 2. Platz verteidigen. Die Franken müssen den Umweg über die Relegation gehen. Zwar spürt der 1. FC Nürnberg den Atem der Verfolger St. Pauli (30), Eintracht Braunschweig (29) und Bochum (28), doch diesem Trio fehlt es im Vergleich einfach an Qualität und Konstanz, um Nürnberg noch abzufangen.

MSV Duisburg kann Abstieg nicht verhindern

Im Tabellenkeller sieht es vor allem für Schlusslicht MSV Duisburg ganz schlecht aus. Die Zebras haben bereits acht Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz, fünf Zähler sind es bis zum Relegationsplatz. Den direkten Wiederabstieg wird Duisburg nicht verhindern können. Ansonsten müssen natürlich 1860 München (14) und Bundesliga-Absteiger SC Paderborn (17) um den Relegationsplatz stark zittern. Doch hier ist es für eine Prognose noch zu früh.

Denn mit einem Negativlauf können sogar die Teams bis zu Platz sieben schnell in den Abstiegssumpf geraten. Schließlich liegen zwischen Fortuna Düsseldorf (20) auf Platz 15 und dem Siebten SV Sandhausen nur sechs Punkte.

Wir dürfen uns also auf eine spannende Rückrunde in der 2. Liga freuen!

 

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By Werner100359 (Own work) [CC BY-SA 4.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)