2. Liga: Vierkampf zwischen Stuttgart, Union Berlin, Braunschweig und Hannover 96


Englische Woche in der 2. Liga

Bildquelle: By Z thomas (Own work) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Es war viel los am 26. Spieltag in der 2. Bundesliga. Allen voran sorgten die Schauplätze Hannover, Stuttgart und Kaiserslautern für viel Furore, denn dort spielten die vermeintlichen Aufstiegsaspiranten. Bekanntlich musste der 1. FC Union Berlin eine bittere 0:2-Pleite verdauen, während der direkte Konkurrent um den Aufstieg in die Bundesliga wieder näher an die Spitze rückte.

Der VfB Stuttgart als absoluter Topfavorit gehandelt, kam nur zu einem schmeichelhaften Remis gegen Dynamo Dresden. Die Sachsen führten bekanntlich bereits mit 3:0 in der Fremde, ehe ein verwandelter Elfmeter von Simon Terodde den Traum vom Sieg buchstäblich in letzter Sekunde platzen ließ. Wie dem auch sei, durch dieses Remis hat sich Dynamo Dresden ins Aufstiegsrennen eingemischt. So könnte das Team von Trainer Uwe Neuhaus sogar noch für eine absolute Überraschung im Schlussspurt der Saison sorgen.

Und auch Eintracht Braunschweig schöpft neue Hoffnung, dass man abermals den Sprung in die Beletage des deutschen Profifußballs packen könnte. Das Team siegte am Wochenende beim 1. FC Kaiserslautern knapp mit 1:0. Bereits heute geht es mit der englischen Woche weiter und wirft man einen Blick auf die Tabelle der 2. Liga, so wird einem schnell klar, dass es wohl das engste Rennen um die Aufstiegsplätze in der 2.Bundesliga sein dürfte.

Der VfB Stuttgart hat mit dem Remis und der gleichzeitigen Niederlage von Union Berlin die Tabellenführung übernommen. Eintracht Braunschweig ist auf Tabellenplatz 2 gesprungen und die Köpenicker befinden sich auf Platz 3. In Lauerstellung. Alle drei Klubs haben 50 Punkte auf der Habenseite, lediglich die Tordifferenz entscheidet zwischen den drei Teams über die Platzierungen.

Englische Woche - Hannover vor schwerer Aufgabe?

Bereits heute ab 17:30 Uhr kann sich das Bild ändern, denn Hannover 96 empfängt in der heimischen HDI Arena den 1. FC Nürnberg. Bei einem Sieg der Niedersachsen könnten sie zumindest bis morgen die Tabellenführung übernehmen. Aber Vorsicht, denn die Franken haben zuletzt gegen den KSC drei wichtige Punkte entführt. Nun soll das Team von Trainer André Breitenreiter das nächste Opfer auf dem Weg an die oberen Tabellenregionen werden.

Hannover 96 ist zum Siegen verdammt, denn sollte der Klub eine Niederlage kassieren, so könnte der Effekt, den der neue Coach mit sich bringt, ganz schnell verpuffen. Erst morgen greifen dann die restlichen Aufstiegsaspiranten ein. Der 1. FC Union Berlin will sich nach der unglücklichen Niederlage gegen Hannover 96 rehabilitieren und Erzgebirge Aue mit 0 Punkten im Koffer nach Hause schicken.

Union Berlin: Rehabilitation gegen Aue?

Ein Sieg für den 1. FC Union Berlin bedeutet, dass das Team von Jens Keller die Aufstiegsträume weiter am Leben hält. Und die Chancen, auf einen Dreier im Stadion An der Alten Försterei stehen beileibe nicht schlecht. Bereits das Hinspiel in Aue konnten die Eisernen mit 3:1 für sich entscheiden.

Aue steckt mitten im Abstiegskampf und ist den Berlinern in allen Belangen unterlegen. Sollten sich die Hauptstädter auf ihre Fähigkeiten konzentrieren, so dürfte der Sieg ungefährdet eingetütet werden. Der Heimbereich ist bereits seit Wochen ausverkauft, jedoch dürfte es noch Karten für den Gästebereich geben.

Stuttgart muss auf Mané verzichten

Beim VfB Stuttgart sieht das Ganze dann doch etwas anders aus, denn Trainer Hannes Wolfs muss auf Carlos Mané verzichten. Der Offensivmann der Schwaben hat sich im Heimspiel gegen Dynamo Dresden verletzt und wird die Reise nach München zum TSV nicht antreten können. Damit fehlt der Mannschaft ein enorm wichtiger Spieler. Die Löwen hingegen können nach dem 1:0-Auswärtssieg neue Hoffnung schöpfen. Warum sollte es nicht auch einen Sieg über die Stuttgarter geben? In dieser Saison ist schließlich alles möglich! Geht es im Übrigen nach 10Bet, so sind die Chancen für einen Sieg beider Mannschaften recht ausgeglichen. Einen haushohen Favoriten gibt es in diesem Spiel jedenfalls nicht.

Bei einem Sieg des TSV 1860 München wird sich auch Eintracht Braunschweig freuen. Die Niedersachsen würden ebenfalls bei einem Erfolg über die SpVgg Greuther Fürth nämlich in der Tabelle an die Schwaben vorbeischieben. Aber dazu muss man das Spiel gegen spielstarke Fürther erst einmal gewinnen. Dynamo Dresden könnte indes weiter an die Spitzenteams heranrücken, wenn einer von ihnen patzen sollte. So treffen die Sachsen im Heimspiel auf den 1. FC Heidenheim, für die es rein theoretisch um nichts mehr geht. Mit einem Sieg und einer Niederlage der Spitzengruppe würde man den Abstand auf den Relegationsplatz auf 5 Punkte verringern. Es war lange nicht mehr so spannend in der 2. Bundesliga. Die englische Woche wird zeigen, in welche Richtung es für die Klubs geht.