2. Liga: Braunschweig Herbstmeister - Hannover & VfB auf Kurs - Fazit zur Hinrunde


Die Festung in Liga 2: Das Eintracht-Stadion in Braunschweig

Bildquelle: von Chivista (Eigenes Werk) [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Die Hinrunde ist vorbei und die 2. Bundesliga hat sich zum Winterschlaf zurückgezogen. Höchste Zeit für ein Fazit und Roundup. An der Spitze geht es extrem eng zur Sache, während die Aufsteiger Dynamo Dresden und Würzburger Kickers groß überraschen konnten. Im Keller wird es hingegen für einen Traditionsklub ganz eng.

Eintracht Braunschweig hat sich die Herbstmeisterschaft in der 2. Liga gesichert. Dass der BTSV aber überhaupt an der Tabellenspitze überwintern darf, ist vor allem der enormen Heimstärke zu verdanken. So holten die Löwen 25 von möglichen 27 Punkten vor heimischer Kulisse und sind mit einer Bilanz von acht Siegen und einem Remis das mit Abstand beste Heimteam im Bundesliga-Unterhaus. Doch dafür schwächelt Eintracht Braunschweig in der Fremde. Aus acht Betriebsausflügen holte das Lieberknecht-Team nur magere neun Punkte.

Dennoch: Trotz starker Konkurrenz im Nacken darf Eintracht Braunschweig die Bundesliga-Pläne intensivieren. So haben neun der letzten zehn Herbstmeister am Ende auch den Aufstieg perfekt gemacht. Lediglich Erzgebirge Aue bildete in der Saison 2010/11 eine Ausnahme.

Halbe Liga träumt von Aufstieg

Bundesliga-Träume sind zwar erlaubt, aber mit dem niedersächsischen Rivalen Hannover 96 und dem VfB Stuttgart liegen die beiden großen Aufstiegsfavoriten mit je 32 Punkten nur zwei Zähler hinter Braunschweig auf den Plätzen zwei und drei. Doch auch die beiden Bundesliga-Absteiger sollten unbedingt in den Rückspielgel gucken, denn zwischen Platz zwei bis zum Tabellenneunten 1. FC Nürnberg liegen gerade einmal sieben Punkte. Somit könnte aus dem Aufstiegsrennen durchaus ein Schneckenrennen werden, was aber Spannung bis zu Schluss verspricht. Schließlich darf sich noch die halbe Liga berechtigte Hoffnungen auf einen Aufstieg machen.

Nach dem 1. FC Heidenheim auf Platz vier, die mit nur 14 Gegentoren die beste Abwehr der Hinrunde stellten, und dem Vierten 1. FC Union Berlin haben es sich mit den Würzburger Kickers und Dynamo Dresden gleich zwei Aufsteiger im oberen Tabellendrittel gemütlich gemacht, die beide 27 Punkte sammeln konnten. Die Neulinge zählen ganz klar zu DEN positiven Überraschungen der bisherigen Spielzeit in der 2. Liga.

1860 mal wieder mau - St. Pauli droht Abstieg

Im gesicherten Mittelfeld liegen der SV Sandhausen, VfL Bochum und die SpVgg Greuther Fürth. Dahinter wird es dann mit Blick Richtung Abstiegskampf ungemütlich. Auf Platz 14 liegt der TSV 1860 München, der mal wieder deutlich hinter seinen hochgesteckten Zielen liegt und bei dem es in der Hinrunde gewohnt chaotisch zur Sache ging. Die Löwen haben gerade einmal zwei Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone. Diese beginnt bei der Schießbude Arminia Bielefeld (mit 32 die meisten Gegentore kassiert), die auf dem Relegationsplatz 16 liegen, aber genau so viele Zähler wie der Karlsruher SC haben (beide 14), die hauchdünn überm Strich liegen.

Für Aufsteiger Erzgebirge Aue (13) wird es erwartungsgemäß eng, wobei die Abstiegssorgen beim FC St. Pauli noch weitaus größer sind. Der Kult-Klub vom Hamburger Millerntor geht als Schlusslicht in die Winterpause und holte gerade einmal zwei Siege und elf Punkte in den ersten 17 Spielen. 2017 kann es für die Kiez-Kicker nur besser werden.