NHL News: Chicago Blackhawks gewinnen den Stanley Cup


Stanley Cup Sieger kommt aus Chicago

Die Chicago Blackhawks sind zum fünften Mal insgesamt und erstmals seit 2010 wieder Meister der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL und konnten damit wieder den Stanley Cup in die Höhe stemmen. In der nach dem Modus “Best of Seven“ ausgetragenen Finalserie setzten sich die Blackhawks gegen die Boston Bruins am Ende mit 4:2 durch, nachdem es nach dem dritten Spiel aus Sicht von Chicago noch 1:2 gestanden war.

Doch dem 4:3 nach Verlängerung im ersten Spiel sowie den anschließenden Niederlagen (1:2 nach Verlängerung und 0:2) ließen die Blackhawks zunächst ein hart umkämpftes 6:5 nach Verlängerung im vierten Spiel in Boston folgen, ehe nach einem 3:1 vor heimischem Publikum gleich der erste Matchball mit einem 3:2 auf fremden Eis genutzt wurde.

Im sechsten Spiel sah es zunächst so aus, als könnte die Boston Bruins mit dem deutschen Nationalspieler Dennis Seidenberg eine siebte Partie erzwingen. In einer überaus unterhaltsamen und sehr temporeichen Begegnung brachte Chris Kelly die Gastgeber vor 17.565 Zuschauern bereits in der achten Minute in Führung, die Chicago aber in der 25. Minute durch Jonathan Toews ausgleichen konnte.

Entscheidung für Blackhawks erst kurz vor Schluss

Nachdem lange Zeit nichts Entscheidendes passierte, sorgte Milan Lucic in der 53. Minute für die abermalige Führung der Hausherren, die allerdings nicht für ein siebtes Spiel reichen sollte, weil die Blackhawks das Spiel mit einem Doppelschlag kurz vor dem Ende noch drehen konnten. Zunächst markierte Bryan Bickel 76 Sekunden vor Schluss den Ausgleich, der eine erneute Verlängerung bedeutet hätte, doch geschockt von dem späten Gegentreffer kassierten die Bruins nur 17 Sekunden später durch Dave Bolland auch noch das 2:3, das sich Chicago in den letzten Augenblicken der Partie dann nicht mehr nehmen ließ.

Zum MVP, dem wertvollsten Spieler der Play-offs, wurde Blackhawks-Stürmer Patrick Kane gekürt, der sich somit nicht nur über den Stanley-Cup, sondern über die riesige Conn-Smythe-Trophy freuen durfte. Diese hatte sich Kane mit neun Toren und zehn Assists aber auch redlich verdient.