DEL: EHC Red Bull München mit Sieg gegen Thomas Sabo Ice Tigers


EHC Red Bull München erreicht Viertelfinale

Nach dem dritten Derbysieg gegen die Thomas Sabo Ice Tigers kann der EHC Red Bull München nicht mehr von einem der erste sechs Plätze verdrängt werden und hat sich erstmals seit fünf Jahren direkt für das Play-off-Viertelfinale in der DEL qualifiziert. Platz eins scheint an die Adler Mannheim zu gehen und so gilt es für die Bullen, sich den 2. Platz zu sichern.

Gegen die Ice Tigers erwischte der EHC am Dienstagabend einen Traumstart und ging schon nach zwei Minuten durch Yannic Seidenberg in Front. Anschließend entwickelte sich auf dem Eis vor 3.078 Zuschauern im Olympia-Eissportzentrum München ein aggressives Duell, bei dem aber klare Torchancen Mangelware blieben. Doch dann konnten die Gäste ein Überzahlspiel ausnutzen und kamen in der 15. Minute durch Kyle Klubertanz zum Ausgleich.

Im Mitteldrittel legte der EHC Red Bull München erneut los wie die Feuerwehr und ging durch David Meckler, der vom Bullykreis ins Tor der Nürnberger traf (22.), wieder schnell in Führung. Diesmal blieben die Hausherren am Drücker, und nachdem der Nürnberger David Printz wegen eines Checks von hinten in die Bande eine Spieldauerstrafe erhielt, drängten die Bullen in der fünfminütigen Überzahl auf den nächsten Treffer. Doch obwohl die Münchner aus allen Lagen schossen, fanden sie stets in Nürnbergs Keeper Jochen Reimer ihren Meister, sodass es mit 2:1 ins Schlussdrittel ging.

Frisch gestärkt schafften es die Thomas Sabo Ice Tigers zu Beginn des letzten Drittels den EHC vom eigenen Tor fernzuhalten, um dann sogar auf den Ausgleich zu drängen. Doch mitten in die stärkste Phase der Gäste fiel durch Jon DiSalvatore das 3:1 für die Münchner, der nur vier Minuten später seinen zweiten Treffer folgen ließ und somit für die Entscheidung sorgte. Den Gästen gelang Sekunden vor dem Ende nur noch das 4:2.

Adler Mannheim uneinholbar?

Durch die Niederlage am vergangenen Sonntag beim Spitzenreiter Adler Mannheim ist die Chance auf Platz eins quasi dahin. Obwohl die Bullen mit 1:0 in Führung gehen konnten, verließen die Münchner nach einer sehr intensiven Partie mit 1:3 als Verlierer das Eis. „Diese Niederlage tut weh, wir müssen Wege finde, auch solche Spiele zu gewinnen, denn so werden in den Play-offs fast alle Partien sein“, sagte Stürmer Mads Christensen gegenüber der „Münchner Abendzeitung“.

Knapp zwei Wochen vor Ende der Hauptrunde liegt der EHC Red Bull München elf Punkte hinter Spitzenreiter Mannheim (97 Punkte) auf dem 2. Platz, die noch ein Spiel weniger absolviert haben. Punktgleich mit 86 Zählern bleibt Meister Ingolstadt vor den Hamburg Freezers (84) ärgster Verfolger der Bullen. Diskutiert mit uns im Forum über den weiteren Saisonverlauf der Bullen!