Volleyball-WM: Polen ist Weltmeister - DVV-Auswahl sensationell Dritter


Deutshclan Dritter - Polen Weltmeister

Polen hat sich bei der Volleyball-WM im eigenen Land sensationell den Titel gesichert. Im Finale in Kattowitz setzte sich der Gastgeber völlig überraschend, aber verdient gegen Serien-Weltmeister Brasilien durch. Grenzenloser Jubel auch im deutschen Team, denn die DVV-Auswahl holte sich in einem packenden Duell gegen Frankreich die Bronzemedaille. Für Deutschlands Volleyballer ist es die erste WM-Medaille seit 44 Jahren!

Keine 24 Stunden nach der bitteren und auch völlig unnötigen 2:3-Pleite gegen Polen im Halbfinale ging es für die deutschen Volleyball-Herren im kleinen Finale gegen Frankreich um den 3. Platz dieser Weltmeisterschaft.

 

Gegen die favorisierten Franzosen, die ihrerseits im Halbfinale Titelverteidiger Brasilien 2:3 unterlegen waren, verlor Deutschland noch am Dienstag bei der WM-Runde klar und deutlich mit 0:3. Zudem war Deutschlands Starangreifer und Topscorer Georg Grozer mit Oberschenkelproblemen leicht gehandicapt in die Partie gegangen. Doch trotz aller schlechten Vorzeichen setzten sich die DVV-Herren sensationell mit 3:0 durch und sorgten nach dem WM-Gold der DDR 1970 für den erst zweiten Podestplatz in der deutschen WM-Geschichte. Entsprechend groß war der Jubel.

„Mein Deutsch reicht überhaupt nicht dazu aus, um diesen Erfolg zu beschreiben“, sagte ein überwältigter Bundestrainer Vital Heynen. Dem Belgier schossen schon unmittelbar nach dem verwandelten Matchball die Tränen in die Augen schossen: „Ich habe immer daran geglaubt, dass wir das schaffen, dass es jetzt Realität ist, kann ich gar nicht fassen.“ Deutschland bot im Spiel um Platz 3 gegen Frankreich eine glänzende Leistung und präsentierten sich mutig und engagiert.

Die Zuschauer in Kattowitz bekamen insgesamt ein sehr enges und spannendes Volleyball-Match zu Gesicht, dass die DVV-Auswahl am Ende mit 25:21, 26:24 und 25:23 für sich entscheiden konnte. Für Deutschland war es der insgesamt neunte Sieg im 13. WM-Spiel, wobei neben Diagonalangreifer Grozer auch Denis Kaliberda und Sebastian Schwarz eine ganz starke Vorstellung boten.

Polen kürt sich zum neuen Weltmeister

Das WM-Finale konnte hingegen Polen sensationell gewinnen und sich nach 1974 zum zweiten Mal den Titel sichern. Im Endspiel in der brodelnden Spodek Arena setzte sich der WM-Gastgeber verdient mit 3:1 gegen Brasilien durch, die ihrerseits die letzten drei Weltmeisterschaften für sich entscheiden konnten.

Zwar erwischte der Top-Favorit vom Zuckerhut einen Auftakt nach Maß und gewann den 1. Satz mit 25:18. Doch danach fanden die vom Franzosen Stephane Antiga trainierten Polen besser ins Spiel und gewannen die folgenden drei Durchgänge mit 25:22, 25:23 und 25:22 und sorgten bei den 12.5000 frenetischen Zuschauern für wahre Begeisterungsstürme.