Volleyball: Friedrichshafen siegt im DVV-Pokalfinale gegen Berlin


Friedrichshafen gewinnt DVV-Pokalfinale gegen Berlin

Der VfB Friedrichshafen hat zum zwölften Mal das DVV-Pokal im Volleyball gewonnen. Die Volleyballer vom Bodensee setzten sich in einem packenden Finale trotz zweimaligem Satzrückstand mit 3:2 gegen den Deutschen Meister Berlin Recycling Volleys durch.

Das DVV-Pokalfinale zwischen dem VfB Friedrichshafen und den Berlin Volleys hielt, was es im Vorfeld versprach. Denn es war das Duell der beiden besten deutschen Teams, das „Duell der Giganten“. Auf der einen Seite der amtierende Deutsche Meister und Tabellenführer aus der Hauptstadt, auf der anderen der Tabellenzweite und Rekordpokalsieger. Zudem standen 19 Nationalspieler aus elf Nationen auf dem Feld. Am Ende jubelten nur die vom VfB.

Im Gerry Weber Stadion im westfälischen Halle verbuchte die Truppe von Trainer Stelian Mocilescu einen knappen 3:2-Erfolg (20:25, 25:15, 20:25, 25:16, 15:12). Dabei erwischten die Berliner den besseren Start. Angeführt vom stark aufspielenden Australier Paul Carroll holten sich die Berliner mit 25:20 den ersten Satz. Im 2. Satz hatte das Team vom Bodensee besser ins Spiel gefunden und glichen dank starker Aufschläge und gutem Blockspiel zum 1:1 nach Sätzen aus. Nachdem die ersten beiden Sätze relativ einseitig verliefen, lieferten sich die Mannschaften im 3. Satz lange Zeit einen packenden Schlagabtausch mit ständigem Führungswechsel.

Doch beim Stande von 14:11 für die Berliner sorgte Robert Kromm mit seinen harten und platzierten Aufschlägen für eine komfortable 21:14-Führung. Der Rest war Formsache und Berlin hatte die 2:1-Satzführung. Ähnlich verlief der 4. Satz, bloß dass diesmal der VfB Friedrichshafen dank der Aufschläge des französischen Nationalspielers Baptiste Geiler den Durchgang letztendlich mit 25:16 gewinnen konnte. So musste die Entscheidung im Tiebreak fallen.

Dort sahen die Berlin Volleys bei einer zwischenzeitlichen 10:6-Führung schon wie der sichere Sieger aus und unter den rund 1.000 mitgereisten Berlin-Fans herrschte Partystimmung. Doch die abgebrühten Friedrichshafener kamen dank Block und guten Aufschlägen zum 11:11-Ausgleich und gewannen den Tiebreak schließlich mit 15:12.

Rekordpokalsieger VfB Friedrichshafen mit verdientem Sieg

„Friedrichshafen hat am Ende wie ein Champion gespielt“, zollte Berlin-Coach Mark Lebedew dem Rekordpokalsieger Respekt und ergänzte: „Diese Niederlage tut weh!“ VfB-Trainer Moculescu fand nach dem Pokalsieg lobende Worte für seine Spieler: „Kompliment an meine Mannschaft! Sie hat oft gute Leistungen gezeigt, ist aber nicht belohnt worden. Natürlich hatten wir auch das nötige Glück, aber entscheidend waren am Ende der Aufschlag und unser Block-Abwehrverhalten.“ Der Kapitän vom VfB Friedrichshafen Max Günthör wurde nach der Partie zum wertvollsten Spieler ausgezeichnet.

Im Frauen-Finale behielten die Roten Raben aus Vilsbiburg mit 3:0 (25:22, 25:22, 25:20) gegen VolleyStars Thüringen die Oberhand.