BBL: Ratiopharm Ulm folgt Meister Brose Baskets Bamberg ins Finale


Per Günther steht mit Ulm im BBL Finale

Das Überraschungsteam ratiopharm Ulm hat das Finale der BBL erreicht, wo es in der Endspielserie gegen den klaren Favoriten und Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg geht. Ulm zitterte sich im vierten Halbfinal-Spiel der Best-of-Five-Serie gegen die Frankfurt Skyliners zu einem 73:72-Erfolg. Kann der Favoritenschreck auch den Dominator aus Bamberg zu Fall bringen?

Ratiopharm Ulm hat zum ersten Mal seit 2012 wieder das Finale in der BBL erreicht. Doch das vierte Duell im Halbfinale gegen Frankfurt forderte noch einmal jede Menge Energie und Nerven.

 

Dabei sahen die Ulmer, die die Hauptrunde lediglich auf dem 7. Platz beendeten, zwischenzeitlich schon wie der klare Sieger aus. 13 Minuten vor dem Ende hatten die Schwaben beim Stande von 51:31 ein komfortables Polster von 20 Punkten, doch die Frankfurt Skyliners legten noch einmal den Schalter um.

Angeführt von Jordan Theodore konnten sich die Frankfurter in fremder Halle wieder herankämpfen, wobei die Ulmer 90 Sekunden vor Schluss immer noch zwölf Zähler vorne lagen. Bei 58 Sekunden verbleibender Spielzeit waren es aber nur noch sechs Punkte und bei sechs Sekunden Restspielzeit führten die Hausherren nur noch mit 73:72! Doch am Ende zitterte sich der Underdog ins Endspiel, bei denen Per Günther mit 18 Punkten eine bärenstarke Partie bot.

Ratiopharm Ulm hat sich in den BBL Playoffs zu einem echten Favoritenschreck gemausert. Erst wurde der Tabellenzweite Oldenburg ausgeschaltet, danach musste eben der Hauptrunden-Dritte Frankfurt dran glauben. „Wir fühlen uns in der Außenseiterrolle sehr wohl“, erklärte Trainer Thorsten Leibenath nach dem Spiel.

Doch nun erwartet die Ulmer eine wahre Herkulesaufgabe. Denn die Brose Baskets Bamberg dürfen mit Fug und Recht als das beste Team bezeichnet werden, dass die Liga in den letzten Jahren gesehen hat. Im Halbfinale machten die Bamberger mit dem Bayern München kurzen Prozess und deklassierten diese in drei Spielen mit 88:73, 90:76 und 96:65. Eine ähnliche Dominanz der Franken, die in der Hauptrunde 30 von 34 Spielen gewinnen konnten, darf auch in der Finalserie gegen Ulm erwartet werden.

Brose Basket Bamberg turmhoher Favorit im Finale gegen Ulm

Über die Rollenverteilung ist man sich bei den Schwaben bewusst: „Oldenburg und Frankfurt waren Favorit, aber Brose Baskets Bamberg ist sicher der noch viel größere Favorit“, meinte Ulm-Coach Leibenath. In der Hauptrunde konnten die Brose Baskets beide Ligaspiele gegen Ulm souverän mit 93:83 in fremder Halle und mit 100:67 vor eigener Kulisse gewinnen.

Am Sonntag beginnt die Best-of-Five-Finalserie, in der Bamberg genau wie in einem möglichen fünften Duell Heimrecht hat. Zur Info: Die Franken haben in dieser BBL Saison noch nicht ein Heimspiel verloren, was die Kräfteverhältnisse im Vorfeld noch deutlicher macht.

 

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