Basketball-EM: Deutschland scheidet dramatisch aus – Pleite gegen Spanien


Dennis Schröder verliert mit Deutschland knapp gegen Spanien

Aus und Vorbei! Deutschland ist in der Basketball-Europameisterschaft bereits in der Gruppenphase gescheitert. Im entscheidenden Spiel gegen die favorisierten Spanier hätten sich die Mannen um NBA-Star Dirk Nowitzki mit einem Sieg noch für die Finalrunde in Lille qualifizieren können, doch in der heimischen Mercedes-Benz Arena in Berlin verlor das DBB-Team unglücklich und äußerst dramatisch. Am Ende hieß es 77:76 für Spanien!

Nach dem Auftakterfolg gegen Island war es die vierte Pleite in Folge. Doch wie schon gegen die starken Gegner Serbien (66:68) und Italien (82:89 n.V.) war die Niederlage gegen Spanien äußerst knapp.

 

Vor allem in der 1. Halbzeit bot Deutschland eine starke Leistung und hielt die Partie ausgeglichen. Während Nowitzki mal wieder nicht so richtig seinen Rhythmus fand, sprang Dennis Schröder in die Bresche und war der beste Spieler im Team von Nationaltrainer Chris Fleming. Doch ausgerechnet der Aufbauspieler, der sein Geld bei den Atlanta Hawks in der NBA verdient, sollte der tragische Held in einer packenden Schlussphase werden. Drei Sekunde vor Spielende lagen die Spanier mit 77:74 in Front, doch Schröder durfte nach einem Foul bei seinem Dreierversuch dreimal an die Freiwurflinie ran. Die Chance zum Ausgleich und somit zur Verlängerung war zum Greifen nah.

Dennis Schröder verwandelte die ersten beiden Freiwürfe souverän, doch der dritte landete nicht im Korb! „Da nehme ich die Schuld auf mich, ich muss den Freiwurf machen“, erklärte der 21-Jährige gegenüber der „ARD“ nach dem Spielende. Am Ende verbuchte der Point Guard starke 26 Punkte, 7 Assists und 6 Rebounds. Auch Tibor Pleiß überzeugte und verbuchte mit 10 Punkten und 10 Rebounds ein Double-Double. Nowitzki beendet wohl sein letztes Spiel für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft indes mit 10 Punkten und 7 Rebounds, war aber viel zu passiv. Schließlich nahm der 37-jährige Forward im gesamten Spiel nur sechs Würfe und leistete sich zudem fünf Ballverluste.

Nowitzki: "Zu viele Fehler gemacht"

Die Spanier konnten sich indes auf Pau Gasol (16 Punkte, 11 Rebound, 6 Assists) verlassen, Topscorer war aber Sergio Rodriguez, der von der Bank 19 Punkte lieferte.

„Bei drei so knappen Spielen musst du einfach eins gewinnen. Wir haben es nicht geschafft, weil wir am Ende zu viele Fehler gemacht haben. Ob es ein dummer Ballverlust war, oder wir haben vergessen auszuboxen, oder den Dreierschützen offen stehen lassen. Das darf man sich gegen gute Mannschaften einfach nicht leisten“, sagte ein geknickter und emotionaler Dirk Nowitzki.

Auch Coach Fleming haderte ein bisschen mit dem Schicksal: „Ich bin höllisch enttäuscht und werde das eine Weile mittragen, aber das ändert nichts daran, dass ich sehr stolz bin.“

 

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