Basketball: Brose Bamberg nach Final-Krimi gegen FC Bayern neuer Pokalsieger


Daniel Theis gewinnt mit Brose Bamberg den Pokal

Bildquelle: Ailura [CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons (Bild bearbeitet)

Brose Bamberg hat sich zum fünften Mal in der Vereinsgeschichte den Pokal gesichert und damit seine Vormachtstellung im deutschen Basketball untermauert. Im Finale des Top-Four-Turnier in Berlin behielt der Meister im Endspiel über den FC Bayern die Oberhand und darf somit weiter vom Double träumen. Dritter wurde Gastgeber ALBA Berlin.

Am Ende des Pokalendspiels setzte sich Brose Bamberg mit 74:71 (45:36) durch und wurde ihrer Favoritenstellung gerecht. Somit befinden sich die Franken auf gutem Wege, erstmals wieder seit 2012 das Double aus Pokal und Meisterschaft perfekt zu machen. Für Bamberg-Trainer Andrea Trinchieri war es hingegen im dritten Anlauf der erste Pokalsieg, während der unterlegene Finalgegner FC Bayern München weiter auf den zweiten Triumph in diesem Wettbewerb nach 1968 warten muss.

„Das war super Werbung für den Basketballsport. Es war ein spannendes Finale mit dem glücklicheren Ende für uns“, erklärte Bambergs Daniel Theis bei Pro7MAXX. Für Theis war letztlich der Teamspirit und große Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft ausschlaggebend: „Wir sind eine große Familie und haben einfach eine tolle Chemie im Team.“ Der FC Bayern, der sich im Halbfinale gegen ALBA Berlin durchsetzte, zeigte sich in Person von Danilo Barthel als fairer Verlierer: „Es ist sehr bitter, dass es nicht ganz gereicht hat. Aber Bamberg hat das am Ende gut runtergespielt, sie haben verdient gewonnen.“

Endspiel mit spannender Schlussphase - ALBA wird Dritter

Brose Bamberg erwischte den besseren Start und konnte sich auch ohne seinen bis dahin erfolgreichsten Werfer Janis Strelnieks, der aufgrund einer Schulterverletzung vorzeitig in die Kabine musste, absetzen und zwang den FC Bayern immer wieder zu Fehlern und Foulspiels. Mit einem neun-Punkte-Vorsprung für Bamberg, die ihr Halbfinale gegen den Außenseiter MHP Riesen Ludwigsburg mit 85:78 gewonnen hatten, ging es in der Halle am Ostbahnhof in die Pause. Doch der FCB kam gut aus der Kabine und konnte den Rückstand Stück für Stück zum Schmelzen bringen, sodass das Pokalfinale in einer spannenden Schlussphase mündete. Die Vorentscheidung fiel sechs Sekunden vor der Sirene, als Bambergs Nicolo Melli mit einem Block zur Stelle war und Darius Miller auf der Gegenseite die Punkte machte. Die Bayern hatten keine Antwort mehr.

Bei Brose Bamberg avancierten Fabein Causeur (18 Punkte) und Theis (17) zu den Matchwinnern, auf Bayer-Seite war Nick Johnson (13) bester Werfer.

Den 3. Platz sicherte sich ALBA Berlin, die sich letztlich souverän mit 84:70 (43:41) gegen Ludwigsburg durchsetzten. Auch wenn nur ein kleines Trostpflaster, aber für den Hauptstadtklub war es immerhin nach zuvor sechs Pleiten in Folge der erste Sieg.